2002 - Fluidhand 5

Die Fluidhand 5 wurde mit dem Ziel konzipiert, alle Systemkomponenten der Miniaturhydraulik in die Mittelhand zu integrieren um die Hand dadurch zu etablierten Schaftsystemen kompatibel zu gestalten. Die Prothese kann über einen Quicksnap-Handgelenk an alle gängigen Prothesenschäfte angeschlossen werden. Dabei werden sowohl die myoelektrischen Sensoren als auch der Energiespeicher des Schaftes verwendet. Pumpe, Flüssigkeitstank, Ventilbank  und Steuerung befinden sich in und auf der Mittelhand. Mit der Reduzierung der Tankgröße wurde die Anzahl der fluidischen Antriebe auf 8 reduziert. Ringfinger und kleiner Finger werden über jeweils einen Antrieb gebeugt. Im Gewichtsoptimierten Rahmen in Sandwich-Bauweise, wurde die elastische Fingerabduktion integriert. Fünf Ventile steuern die 8 Antriebe der Hand, wobei Ring-, Klein- und Mittelfinger miteinander hydraulisch verbunden sind.

Jeder der 8 faltenbalgartigen Antriebe ist mit einem Gewebe überzogen, das die Formstabilität der elastischen Innenkammern gewährleistet, wenn eine Flüssigkeit mit einem Druck von bis zu 6bar in den Hohlraum gepumpt wird. Die mittleren Kammern werden durch belastbare Schnüre am Gelenkdrehpunkt fixiert, dadurch wird die Expansion der  Faltenbälge in eine 90 Grad Drehbewegung des Fingergelenks umgelenkt. Die Rückstellung eines Gelenks erfolgt durch Unterdruck im Balgantrieb beim Entleeren der Antriebskammern, ein elastisches Band unterstützt die Streckung der Gelenke. Für die Speicherung des Antriebsmediums, in der Regel Wasser, wurde in der Fluidhand 5 sowohl mit Folienmembranen-Tanks als auch mit Druckspeichertanks, bestehend aus elastischem Schlauchtank und stabilem Gehäuse experimentiert.