Meine Prothese im Klassenzimmer
Hi, ich bin Dorothee, trage eine Unterarmprothese und bin Lehrerin an einer Grundschule.
Die Prothese war für mich nie ein Hindernis, diesen Beruf zu wählen. Was sich Erwachsene vielleicht erst im zweiten Gedanken vorstellen können, ist für Kinder eigentlich kein Problem. Sie begegnen einem unvoreingenommen – und stellen ihre Fragen direkt. Ein Problem? Nein, sonst wäre dieses Berufsfeld nicht das Richtige für mich.
Lange trug ich eine myoelektrische Unterarmprothese mit Silikonüberzug. Sie sah einer natürlichen Hand sehr ähnlich und fiel vielen Menschen erst auf den zweiten Blick auf.
Die Fragen der Kinder drehten sich deshalb vor allem darum, warum ich eine Prothese trage:
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„Was ist das?“
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„Wo ist deine echte Hand?“
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„Tut das weh?“
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„Ist da drunter ein Knochen?
Nach den ersten Tagen rückte das Thema meist in den Hintergrund und der Unterricht stand im Mittelpunkt.

Wie hat die VINCENTevolution meinen Alltag als Lehrerin verändert?
Mit der Zeit merkte ich jedoch, dass meine bisherige Prothese mich funktional nicht mehr ausreichend unterstützte. Viele Bewegungen musste ich mit meiner anderen Hand ausgleichen, wodurch diese zunehmend überlastet wurde.
Ich ließ mich beraten und entschied mich schließlich für die VINCENTevolution von Vincent Systems. Ausschlaggebend waren die vielen Griffarten, die hohe Zuverlässigkeit beim Greifen und das moderne Design.
Natürlich brauchte es Zeit, die verschiedenen Griffe sicher anzuwenden. Doch mit jeder Woche wurde die Hand mehr zu einer echten Unterstützung im Alltag. Ein Apfel blieb sicher in der Hand, Bücher konnte ich halten, ohne meine Schulter zu verdrehen, und viele kleine Alltagssituationen wurden deutlich einfacher.
Aus meiner früheren Einstellung „Eine Prothese kann hilfreich sein, muss aber nicht“ wurde nach und nach: „Die Prothese erleichtert meinen Alltag wirklich.“

Handschuh oder kein Handschuh über die Prothese?
Anfangs trug ich die VINCENTevolution noch mit einem hautfarbenen Handschuhüberzug. Als später verschiedene Farbvarianten erhältlich waren, entschied ich mich für eine hautfarbene Ausführung.
Interessant war jedoch, wie sich die Fragen der Kinder veränderten. Plötzlich wollten sie nicht mehr wissen, warum ich eine Prothese trage, sondern wie sie funktioniert:
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„Wie funktioniert das?“
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„Kannst du damit schreiben?“
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„Wie wechselst du die Griffe?“
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„Kannst du damit eine Flasche öffnen?“
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„Kannst du damit schwimmen?“

Im Mittelpunkt stand nicht mehr meine Einschränkung, sondern die Technik. Genau das empfand ich als sehr angenehm. Die natürliche Neugier der Kinder half auch mir dabei, selbstbewusster mit meiner Prothese umzugehen. Heute trage ich deshalb auch gerne Handprothesen in unterschiedlichen Farben.
Mein Fazit: Eine Handprothese schafft nicht nur Funktion, sondern auch Offenheit
Mit den Jahren wurde ich routinierter im Umgang mit den verschiedenen Griffen – und gleichzeitig entspannter im Umgang mit den vielen Fragen. Wenn ich eine neue Klasse übernehme, gehört eine Fragerunde zur Prothese ganz selbstverständlich dazu. Wer möchte, darf sie auch anfassen. Erst wenn die Neugier gestillt ist, beginnt der Unterricht.
Heute gehört meine „Roboterhand“ ganz selbstverständlich zum Schulalltag. Für die Kinder ist sie kein Makel, sondern ein spannendes Stück Technik – und genau diese Offenheit macht das Miteinander so unkompliziert.

